MPU bereits ab 1,1 Promille?!

Alkohol am Steuer © S. Hofschlaeger / pixelio.de
Im Straßenverkehr gelten im Bezug auf die Promillegrenzen unterschiedlichste Regelungen, diese erscheinen schwer verständlich und kompliziert. Nur für Fahranfänger gibt es Regelungen, die sich bereits auf den ersten Blick erschließen lassen. Für einen Fahranfänger nämlich gilt eine strikte Grenze von 0,0 Promille, hier gibt es keine Toleranz. Für alle anderen gilt ein Wert von 0,5 Promille. Wer allerdings im Straßenverkehr auffällig wird, dem wird bereits bei 0,3 Promille der Alkohol zu Lasten gelegt. Eine Straftat begeht und als absolut fahruntauglich gilt, wer einen Promillewert von 1,1 aufweist. Doch eine MPU wird erst zwingend, wenn ein Wert von 1,6 Promille nachgewiesen werden konnte.
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Diese Regelung entspricht laut Experten jedoch nicht mehr dem aktuellen Stand der Wissenschaft.
Nun gibt es Bemühungen, dass der Wert auf 1,1 Promille abgesenkt wird. Denn bereits hier ist die Unfallgefahr um ein Zehnfaches erhöht im Vergleich zu einem nüchternen Verkehrsteilnehmer. Doch auch wessen Alkoholpegel sich bereits in der Nähe dieses Wertes bewegt, ist schon lange nicht mehr in der Lage, ein Kfz verkehrssicher zu führen.

Die Reaktionsfähigkeit ist bereits empfindlich gestört, die Umwelt wird nur noch eingeschränkt wahrgenommen, die Aufmerksamkeit lässt nach.
Dem Verkehrssicherheitsrat sind diese Bemühungen noch lange nicht genug, ein generelles Verbot von Alkohol am Steuer wird gefordert. Dies hätte vielerlei Vorteile. So gäbe es dann beispielsweise eine klare Regelung, die keinen Spielraum zur Interpretation der Promillegrenze und des tatsächlichen Promillewerts übrig lässt.

Verkehrspsychologen sprechen sich für härte Strafen bei Alkohol am Steuer aus

Verkehrspsychologen sehen zudem andere wichtige Ansatzpunkte, da Strafen oft nicht genug abschrecken. Viel sinnvoller wäre es, vermeintliche Delinquenten gezielt zu benachrichtigen. Hierzu gehören beispielsweise Führerscheinbesitzer, die bereits sieben Punkte oder mehr auf ihrem Konto haben. Ein Beratungsseminar sei an dieser Stelle angebracht. Momentan besagt die aktuelle Regelung noch, dass dies erst bei 14 Punkten angeordnet wird. Eine technische Lösung wäre die Einführung sogenannter Alkohlocks, die dafür sorgen, dass das Fahrzeug nicht mehr anspringt.

Außerdem ist die MPU dafür bekannt, “einen schlechten Ruf zu haben” – so sehen es jedenfalls viele Betroffene.  Allein sich dieser Schmach zu entziehen, sei ein Grund, auf Alkohol zu verzichten, so Verkehrspsychologen. Zudem sei es an der Zeit, den Ablauf einer MPU zu verändern.

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1 Kommentar zu “MPU bereits ab 1,1 Promille?!”

  1. Anastasios sagt:

    Ich habe mein Führerschein 1979 gemacht.2000 wurde mir entzogen (1.12) promile.
    Seitdem habe ich keinen neun Füfreschein gemacht.
    Habe gehört das nach 10 Jahre vergehen ihn wieder bekommen kann? Stimmt das ??

    mfg
    Anastasios

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